Thursday, July 14, 2011

Klassiker der Luftfahrt 2009-03


Nimmt man die Zahl der vor Ausbruch des ZweitenWeltkriegs ver�ffentlichten Propagandafotos als Ma�stab, dann war die Junkers Ju 86 das R�ckgrat der deutschen Bomberflotte. Tats�chlich war die Produktion bereits im April 1959 ausgelaufen, und bis zum Sommer wurden alle Ju 86 aus den Kampfverb�nden zur�ckgezogen. Die Luftwaffe setzte mittlerweile auf die leistungsf�higeren Muster Heinkel He 111 und Dornier Do 17. Immerhin hatten bis dahin mehr als 800 lu 86 die Werkshallen verlassen. Der Gro�teil der Flugzeuge, etwa 548, war bei junkers gebaut worden, ansehnliche St�ckzahlen aber auch bei ATG in Leipzig, bei Blohm & Voss in Hamburg und bei Henschel in Berlin. Die deutsche Luftfahrtindustrie hatte damit bewiesen, dass sie eine derartige logistische Aufgabe meistern konnte. Erste �berlegungen zum Bau eines zweimotorigen Bombers hatte vor 1955 die seinerzeit zust�ndige �Gruppe Fliegertechnik" im Heereswaffenamt angestellt. Ihre Arbeit ging 1955 nahtlos in die Planungen des neu geschaffenen Reichsluftfahrtministeriums �ber. Die geforderten Leistungen bedingten allerdings bei Junkers eine Abkehr von der Wellblechbauweise, mit der der Konzern so erfolgreich war.